
Am Wochenende des 20. und 21. Oktober 2007 war Annelsbach, der kleine Ortsteil der Gemeinde Höchst nicht wiederzuerkennen. Die Apfel- und die Holzstraße, beide eigens für diese Tage benannt, waren der Schauplatz des Annelsbacher Apfel- und Holzmarktes, zu dem der Verkehrs- und Verschönerungsverein Annelsbach nun schon zum dritten Mal eingeladen hatte. Am Samstag mit herrlichem Sonnenschein und am Sonntag mit Regen hatte das Wetter fast alle Register gezogen. Aber trotz des ungemütlichen Wetters war der Markt auch am Sonntag gut besucht. Für die Autos war genügend Parkraum vorhanden und Dank der Verkehrsregelung unter Einsatz vieler freiwillger Helfer wurden die Autofahrer bereits bei der Ankunft in Annelsbach informiert.

In der Apfelstraße konnten die Kinder mit dem Geopark Odenwald Bergstraße Äpfel filzen und sich über die Arbeit des Geoparks sowie die Geologie des Odenwaldes informieren.
Beim Schaukeltern wurde gezeigt, wie der frische Most mit Hilfe einer Hydropresse aus den zerkleinerten Äpfeln gepresst wird. Eine geführte Besichtigung des Apfelweinkellers des Gasthauses Dornröschen, in dem unser Annelsbacher Apfelweinspezialist Peter Merkel seine edlen Tropfen reifen lässt, lohnte sich allemal.
Die umfangreiche Apfelausstellung von Theo Groh, seine fachkundigen Erläuterungen und Exkursionen in die Streuobstwiesen rundete das Angebot rund um das Gasthaus Dornröschen ab.
Honig von Annelsbacher Bienen bot Marc Schüler an seinem Stand und Hochprozentiges aus dem Apfel und anderen Früchten gab es am Stand von Thomas Göbel.

Familie Zatocil war auch dabei und veranstaltete einen Tag des offenen Hofes mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen. Die Interessengemeinschaft Naturschutz Höchst (INH) gab an ihrem schön gestalteten Stand Auskunft über die Vogelwelt und den Naturschutz. Der Annelsbacher Männerstammtisch lud im Königshof zu Steaks und Würstchen vom Schwenkgrill ein. Im Königshof gab es auch ein Karussell für die Kleinen und es konnten Apfelwichtel gebastelt werden. Auch Holzdeko von Anja Krautschneider war hier zu sehen. Am Ortseingang gab es Hausmacher Wurst vom Crumbacher Bauernlädchen und das Gemüsehaus Keil bot jede Menge Äpfel an.
Am Anfang der Holzstraße konnte gleich hochmoderne Landtechnik bestaunt werden. Am Stand des Verkehrs- und Verschönerungsvereins gab es Crêpes und Brezeln. Hier war auch die Anlaufstelle für alle Fragen rund um den Markt.

Im Schwalbenhof (Hof Scheuermann) gab es neben der Ausstellung der Firma Schmitt am Sonntag einen Gottesdienst. Ein mobiles Sägewerk konnte in der Holzstraße ebenso in Aktion bestaunt werden, wie Burkhardt Pritsch, der mit der Motorsäge aus Holzstämmen eine Bank herstellte. Technik für Waldbauern wie Seilwinden etc. waren ebenso zu sehen, wie ein großer horizontaler Holzspalter oder auch die maschinelle Unterstützung beim Herstellen von Brennholz. Was wäre Brennholz ohne moderne Holz-Heiztechnik, die am Stand von Olaf Dudek zu sehen war.
Helmut Weiß zeigte mit seinen Schnitzvorführungen, wie er filigrane Kunstwerke aus dem Werkstoff Holz zaubert, Stefan Kurre von der Schreinerei Scholzenhof zeigte ausgefallene Möbel und Herbert Herzog führte vor, wie Brandmalereien auf Holz entstehen. Der Schindelmacher Peter Krebs bearbeitete Schindeln am Schnitzbock. Holzspielzeug gab es am Stand von Gerda Häuser.
Eine kleine Ausstellung mit historischen Schleppern ließ erkennen, welche Fortschritte die Technik gerade in der Landwirtschaft inzwischen gemacht hat.
Die Jugendfeuerwehr Mümling-Grumbach bot Geschicklichkeitsspiele für Kinder. Die Kinder konnten ihre Treffsicherheit mit dem Strahlrohr bei einem "Löschangriff" beweisen.
Die Feuerwehrmänner und -frauen gaben den Besuchern Informationen über die Feuerwehr, über die Feuerwehrfahrzeuge und erläuterte interssierten Besuchern die Beladung der Fahrzeuge. Sie informierten aber auch über die Jugendarbeit der Feuerwehr, denn freiwilliger Nachwuchs ist wichtig für eine erfolgreiche Feuerwehrarbeit.

Oft ist es ja den Bürgern gar nicht bewusst, dass die Feuerwehrarbeit in Höchst ehrenamtlich und freiwillig geleistet wird. Auch die Feuerwehr Annelsbach-Forstel hatte ihr Fahrzeug ausgestellt.
Dem Forsteler Künstler und Holzbildhauer Thomas Weiterschan haben es die alten Holzbalken angetan. Er verwertet sie nicht als Brennstoff, sondern verwandelt die Rohlinge in schöne Skulpturen, die er hier zeigte und das Handwerk vorführte.

Eine wesentlich zerstörerische Behandlung erfuhren Baumstämme bei Achim Rauck, der einen Großhäcksler vorführte, der Stämme von bis zu 40 cm Durchmesser schluckte und in kürzester Zeit in Hackschnitzel verwandelte. Die Firma Breithaupt führte eine Spezialfällung vor, bei der ein Baum sozusagen scheibchenweise gefällt wird.
Am Waldhotel Forellenhof konnten die Kinder wieder Forellen streicheln, wenn auch das Wasser auf Grund des Wetters sehr kalt war.
Die Höchster Apfelblütenkönigin 2007 besuchte den Annelsbacher Apfel- und Holzmarkt mit ihren Prinzessinnen am Sonntag zur Mittagszeit und ließ sich den Markt vom 1. Vorsitzenden Gerhard Schmitt zeigen.
Wir hoffen, dass der Annelsbacher Apfel- und Holzmarkt allen Besuchern gefallen hat und bedanken uns ganz besonders bei den Helfern und Organisatoren dieser Veranstaltung.
Weitere Fotos der Veranstaltung finden Sie in unserer Fotogalerie.
Sehen Sie sich hier noch einmal das umfangreiche Programm der Einladung an.
Das Odenwälder Echo hat am 23.10.2007 mit einem eigenen Artikel berichtet.
Jürgen Sanne, Verkehrs- und Verschönerungsverein Annelsbach
Lesen Sie auch unseren Bericht des Apfel und Holzmarktes 2006.