Am Wochenende des 18. und 19. Oktober 2008 war Annelsbach, der kleine Ortsteil der Gemeinde Höchst nicht wiederzuerkennen. Die Apfel- und die Holzstraße, beide eigens für diese Tage benannt, waren der Schauplatz des Annelsbacher Apfel- und Holzmarktes, zu dem der Verkehrs- und Verschönerungsverein Annelsbach nun schon zum vierten Mal eingeladen hatte. An beiden Tagen belohnte uns das Wetter mit herrlichem Sonnenschein. Gerade am Sonntag war der Markt - wahrscheinlich auch wegen des guten Wetters - sehr gut besucht.

Für die Autos wurde der Parkraum in der Hauptbesuchszeit knapp, aber die freiwilligen Helferinnen und Helfer sorgten dafür, dass alle Besucher ihre Fahrzeuge parken konnten. Über 170 Fahrzeuge wurden in der Spitzenzeit allein auf dem großen Parkplatz gezählt.

In der Apfelstraße konnten die Kinder mit dem Geopark Odenwald Bergstraße basteln und sich über die Arbeit des Geoparks sowie die Geologie des Odenwaldes informieren.
Beim Schaukeltern wurde gezeigt, wie der frische Most mit Hilfe einer Hydropresse aus den zerkleinerten Äpfeln gepresst wird. Eine geführte Besichtigung des Apfelweinkellers des Gasthauses Dornröschen, in dem unser Annelsbacher Apfelweinspezialist Peter Merkel seine edlen Tropfen reifen lässt, lohnte sich allemal.
Die umfangreiche Apfelausstellung von Theo Groh, seine fachkundigen Erläuterungen und die Exkursionen in die Streuobstwiesen gaben jede Menge weiterer Informationen um den Apfel.
Ebenfalls am Gasthaus Dornröschen gab es Laubsägearbeiten und Brandmalereien auf Holz und Leder zu sehen.
Am Nachmittag war hier auch der Posaunenchor Ober-Klingen zu sehen und zu hören.
Honig von Annelsbacher Bienen bot Marc Schüler an seinem Stand und Hochprozentiges aus dem Apfel und anderen Früchten gab es am Stand von Thomas Göbel.
Die Interessengemeinschaft Naturschutz Höchst (INH) gab an ihrem schön gestalteten Stand Auskunft über die Vogelwelt und den Naturschutz und zeigte, wie einfach man ein Insektenhotel bauen kann. Der Annelsbacher Männerstammtisch lud im Königshof zu Steaks und Würstchen vom Schwenkgrill ein. Auch Holzdeko von Anja Krautschneider war hier zu sehen. Am Ortseingang gab es Hausmacher Wurst und das Gemüsehaus Keil bot jede Menge Äpfel an.
Am Anfang der Holzstraße konnte gleich hochmoderne Landtechnik bestaunt werden. Am Stand des Verkehrs- und Verschönerungsvereins gab es Crêpes und Brezeln. Hier war auch die Anlaufstelle für alle Fragen rund um den Markt. Gegenüber konnte Apfelsaft, Süßmost etc. der Kelterei Dölp verkostet werden.
Im Schwalbenhof (Hof Scheuermann) gab es neben der Ausstellung der Firma Schmitt am Sonntag einen ökumenischen Gottesdienst. Hier spielte auch der Posaunchor Höchst.
Ein mobiles Sägewerk konnte in der Holzstraße ebenso in Aktion bestaunt werden, wie die filigrane Schnitzkunst von Helmut Weiß.
Technik für Waldbauern wie z.B. horizontale Holzspalter oder auch die maschinelle Unterstützung beim Herstellen von Brennholz.
Die Land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft zeigte mit einem Spannungssimulator sehr anschaulich, welche Kräfte in unter Spannung stehenden Baumstämmen herrschen und durch Unachtsamkeit bei Sägearbeiten zur Gefahr werden können. Deshalb ist es absolut unerlässlich, die Unfallverhütungsvorschriften zu beachten.

Eine kleine Ausstellung mit historischen Schleppern ließ erkennen, welche Fortschritte die Technik gerade in der Landwirtschaft inzwischen gemacht hat.
Das Spielmobil war am Sonntag in Annelsbach und sorgte dafür, dass die Kinder teilweise verblüffende Spielzeuge ausprobieren konnten.
Eine wesentlich zerstörerische Behandlung erfuhren Baumstämme bei Achim Rauck, der einen Großhäcksler vorführte, der Stämme von bis zu 40 cm Durchmesser schluckte und in kürzester Zeit in Hackschnitzel verwandelte. Die Firma Breithaupt zeigte mit ihren Kletterspezialisten, wie eine Spezialfällung durchgeführt wird, bei der ein Baum sozusagen scheibchenweise gefällt wird.
Die Jugendfeuerwehr Mümling-Grumbach hielt dieses Mal ihre Abschlussübung in Annelsbach ab und zeigte, dass sie ihr Handwerk versteht. Die Zuschauer konnten hier eine Feuerwehrübung hautnah miterleben, nur mit dem Unterschied, dass hier die Jugendfeuerwehr das Kommando hatte.

Oft ist es ja den Bürgern gar nicht bewusst, dass die Feuerwehrarbeit in Höchst ehrenamtlich und freiwillig geleistet wird. Um so wichtiger ist es, dass der Nachwuchs auch im Feuerwehrwesen gefördert wird.
Wir hoffen, dass der Annelsbacher Apfel- und Holzmarkt allen Besuchern gefallen hat und bedanken uns ganz besonders bei den Helfern und Organisatoren dieser Veranstaltung. Insbesondere danken wir der Annelsbacher Jugend für ihren ehrenamtlichen Einsatz bei dieser Veranstaltung.
Jürgen Sanne, Verkehrs- und Verschönerungsverein Annelsbach
Lesen Sie auch unseren Bericht des Apfel und Holzmarktes 2007.
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