Annelsbacher Apfel- und Holzmarkt 2010

Am Samstag, den 23. Oktober von 13 - 17 Uhr und am Sonntag, den 24. Oktober von 10 - 17 Uhr fand der Annelsbacher Apfel- und Holzmarkt statt. Viele Besucher fanden sich in Annelsbach ein um diesen kleinen aber feinen Markt zu erleben.
Der Annelsbacher Apfel- und Holzmarkt
Der Annelsbacher Apfel- und Holzmarkt spielte sich in der Apfelstraße (rot) und der Holzstraße (grün) ab

Am Wochenende stand der Höchster Ortsteil Annelsbach ganz im Zeichen von Apfel- und Holz. Die vom Verkehrs- und Verschönerungsverein Annelsbach erstmals 2005 ins Leben gerufene Ver­anstaltung wurde dieses Jahr nach einer Pause im letzten Jahr zum fünften Mal durch­geführt. In der "Apfelstraße" gab es neben Informationen rund um den Apfel auch kulinarische Leckereien.

Apfelausstellung
Die Apfelausstellung von Theo Groh

Der Werdegang von der Ernte des Apfels bis zu den verschiedenen Produkten konnte verfolgt werden. Theo Groh zeigte mit seiner Apfel­aus­stellung die Viel­falt der Apfel­sorten und stand den Besuchern mit Erkläungen und Erläuterungen zur Verfügung. Während der von ihm geführten Rund­gänge auf der Streu­obst­wiese erläuterte er die Bedeutung dieses Öko­systems. Hier hängt alles von­einander ab. So brauchen die Bienen zum Beispiel den Nektar, die Bäume die Bienen.

Der Geopark Bergstraße Odenwald informierte am Sonntag in diesem Zusammenhang auch über geologische Besonderheiten des Odenwalds und gab den Kindern die Möglichkeit, sich beim Apfelfilzen zu versuchen.-

Ist der Apfel geerntet, kann er vielfältig genutzt werden. Ein wichtiges Produkt ist der frisch gepresste Süßmost, der beim Schaukeltern am Gasthaus Dornröschen mit entsprechenden Erläuterungen der einzelnen Arbeitsschritte produziert wurde. Die übriggebliebenen Apfelreste (Trester) werden als Kraftfutter an Schafe und Rinder verfüttert oder kompostiert. Aus dem Most entsteht als weiteres Produkt, der Apfelwein. Die Besucher konnten den Apfelweinkeller besichtigen und bekamen genauere Informationen über den Herstellungsprozess. Aus dem Apfelwein oder aus der vergorenen Apfelmaische wird der Apfelbrand hergestellt. Auch dieser konnte auf dem Apfel- und Holzmarkt probiert werden.

Bienen mögen die Apfelblüte gern und so ist der Apfelblütenhonig ein weiteres typisches Produkt der Streuobstwiesen. Schautafeln gaben den Interessierten weitere Informationen. Apfelbäume und andere Gewächse, sowie Dekorationen mit Bezug zum Thema Apfel und Holz lockten die Besucher an die Stände.

Am Anfang der Holzstraße konnten gleich ein moderner Traktor und ein alter Traktor bestaunt werden. So war der Unterschied in der Größe unverkennbar.

Motorsägenkunst
Ein Elch, nur mit der Motorsäge erschaffen

Am Stand des Verkehrs- und Ver­schö­nerungs­vereins, der auch die An­lauf­stel­le für alle Fra­gen rund um den Markt war, gab es Crêpes und Brezeln. Im Schwalben­hof (Hof Scheuermann) gab es neben der Aus­stellung forst­wirtschaft­licher Geräte am Sonntag einen ökumenischen Gottesdienst.

In der "Holzstraße" konnte Holz in all seinen Facetten erlebt werden. Die für die Holz­ernte er­for­der­lichen Geräte und Ma­schi­nen konnten ebenso betrach­tet werden, wie der prak­tische Umgang mit dem Roh­stoff. Kunst war ein wesent­licher Bestand­teil, von mit der Motor­säge ge­schnit­tenen Figuren über die Schnitzkunst und Drechselei bis hin zur Bildhauerei. Verschiedene Künstler zeigten ihr Können und stellten viele Exponate aus.

Holzspalter
Der horizontale Holzspalter

Die eher gröbere Bearbeitung erfuhr das Holz in Form eines horizontalen Holzspalters, der die dicken Stämme mit Leichtigkeit in vier Teile spaltete. Brenn­holz be­kommt Kon­kur­renz, Miscanthus als alter­nativer Energie­träger wurde eben­falls vor­ge­stellt. Das mo­bile Säge­werk bear­beitete die Holz­stämme zu einem anderen Zweck. Inter­essant anzu­schauen, wie der Operateur das Säge­werk be­dien­te und die langen, schweren Baum­stämme mit den Bedien­hebeln fern­ge­steuert in die rich­tige Lage zum Sägen brachte.

Für die Autos wurde der Parkraum in der Haupt­besuchs­zeit langsam knapp, aber die frei­willigen Helfer­innen und Helfer sorg­ten da­für, dass alle Be­sucher ihre Fahr­zeuge parken konnten, auch wenn der Park­platz durch die Regen­fälle in den Tagen zuvor nicht in opti­malem Zu­stand war.

Neben dem Spielmobil des Odenwald­kreises bot auch die Jugend­feuerwehr Mümling-Grumbach Spiele für Kinder und informierte über die Feuer­wehr als ehren­amtliches Betätigungs­feld. Oft ist es ja den Bürgern gar nicht bewusst, dass die Feuerwehrarbeit in Höchst ehrenamtlich und freiwillig geleistet wird. Um so wichtiger ist es, dass der Nach­wuchs auch im Feuerwehr­wesen gefördert wird.

Parkplatz
Der Parkplatz war am Sonntag gut gefüllt

Die kleine Schlepperausstellung zeigte gut restaurierte alte Technik. Wie immer war der Klang eines Lanz Schleppers unverkennbar.

Wir hoffen, dass der Annelsbacher Apfel- und Holzmarkt allen Be­su­chern ge­fallen hat und be­danken uns ganz besonders bei den Hel­fern und Organi­satoren dieser Veran­staltung. Ins­besondere danken wir allen Helfer­innen und Helfern, die sich ehren­amtlich bei dieser Veran­staltung engagiert haben. Ins­be­sondere freut uns, dass auch die Annels­bacher Jugend aktiv vertreten war. Weiter so, wir brauchen Euch.

Der Verkehrs- und Verschönerungsverein kann Veranstaltungen solcher Größe nicht jedes Jahr durchführen, dafür ist der Aufwand zu groß. So wird der nächste Apfel- und Holzmarkt erst wieder 2012 in Annelsbach stattfinden.

Weitere Fotos der Veranstaltung finden Sie in unserer Fotogalerie.

Jürgen Sanne, Verkehrs- und Verschönerungsverein Annelsbach

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Das Odenwälder Echo hat mit einem Zeitungsartikel am 26. Oktober 2010 über den Apfel- und Holzmarkt berichtet, wenn auch nicht ganz wahrheitsgetreu.

(neu)Der Kurzfilm über den Apfel- und Holzmarkt:

Der Film zeigt Eindrücke vom Apfel- und Holzmarkt 2010.

Lesen Sie auch unseren Bericht aus 2008.

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