Tagesausflug nach Köln am 12.01.2008

Foto von Köln, von der Deutzer Brücke aus gesehen
Panorama Köln. Blick von der Deutzer Brücke (Foto: Elke Wetzig; Lizenz: GFDL)

Der Tagesausflug führte uns in diesem Jahr nach Köln. Um 7:30 Uhr starteten wir am Dalles in Annelsbach und fuhren mit dem Bus nach Köln. Bevor wir direkt in die Stadt fuhren, holten wir noch unseren Stadtführer Herrn Schmitz in Rath/Heumar ab, der uns dann schon auf der weiteren Fahrt in die Stadt Sehenswertes erläuterte. So zeigte er uns in Köln auch das Stammhaus von "4711", dem berühmten Kölnisch Wasser in der Glockengasse. Als wir dann mit dem Bus in der Nähe des Kölner Doms ankamen, ging die Erkundung zu Fuß weiter.

Gruppe vor dem Dom
Die Annelsbacher vor dem Dom

Am Dom angekommen erzählte uns Herr Schmitz viel Wissenswertes über den Kölner Dom, den wir uns dann auch von innen anschauten. Der Kölner Dom ist mit 157 Metern Höhe nach dem Ulmer Münster die zweithöchste Kirche in Deutschland sowie die dritthöchste der Welt. Durch die Überführung der angeblichen Gebeine der "Heiligen Drei Könige" (der Weisen aus dem Morgenland) am 23. Juli 1164 nach Köln erreichte die Stadt schnell den Rang als eine der wichtigsten Pilgerstädte im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Die erste Reise der frisch gekrönten Kaiser und Könige führte von Aachen an den Schrein der Heiligen Drei Könige. Die Pilgermassen brachten viel Geld mit in die Stadt, was auch zu einer verstärkten Ansiedlung und einem sprunghaften Anstieg der Stadtbevölkerung führte. Im Mittelalter war Köln die größte Stadt Europas. Der Kölner Dom wurde 1996 von der UNESCO als eines der europäischen Meisterwerke gotischer Architektur eingestuft und zum Weltkulturerbe erklärt.

Innenraum des Kölner Doms
Innenraum des Kölner Doms (Foto: Thomas Robbin; Lizenz: GFDL)

Nach der Besichtigung des Doms ging es dann bei Regen weiter in Richtung Kölner Altstadt. Auf dem Weg dahin schauten wir uns den Heinzelmännchenbrunnen an. In der Altstadt sahen wir uns das sogenannte Judenviertel an, das bereits 1183 den Juden vom damaligen Erzbischof als eigenes Gebiet zugeteilt wurde, in dem sie einigermaßen in Frieden leben konnten. Dieses Viertel in der Altstadt konnte damals auch mit eigenen Toren geschlossen werden. Es war ausschließlich den Juden vorbehalten. Hiermit war das erste Ghetto in Köln geschaffen. Auf dem Rathausvorplatz sind die damaligen Mauerumrisse in der Pflasterung hervorgehoben. Unter einer Glaspyramide ist hier die "Mikwe" (rituelles Tauchbad in einer jüdischen Gemeinde) aus der damaligen Zeit zu besichtigen. Leider war bei dem Regenwetter kaum etwas zu sehen.

Nachdem wir verschiedene Plätze besichtigt hatten, gingen wir auch zum Willy-Millowitsch-Denkmal auf dem Eisenmarkt vor dem Hänneschen-Theater (Puppenspiele der Stadt Köln). Danach ging es weiter durch enge Gässchen und über den alten Markt zum Brauhaus Sion. Dort stärkten wir uns im Wappensaal bei Kölsch und zünftigen Speisen.



Foto des Schokoladenmuseums
Imhoff-Schokoladenmuseum (Foto: Lizenz: GFDL)

Nach dem Essen ging es dann zum Schokoladenmuseum auf der Rheinauhalbinsel, einem Teil des Rheinauhafens. Das Imhoff-Schokoladenmuseum zeigt die gesamte Geschichte der Schokolade, von ihren Anfängen bei den Inkas, vom Kakaobaum, der im Tropenhaus besichtigt werden kann, der Kakaoernte, der Fermentation, der weiteren Herstellungsprozesse bis hin zur fertigen Schokolade. In der Ausstellung gibt es einen Schokoladenbrunnen, der natürlich insbesondere die Kinder anlockte, denn hier bekommt man die Schokolade direkt auf einer Waffel zum Probieren. Auch die Veränderung der Verpackungen der Schokoladen im Laufe der Zeit war interessant, da konnte man sich noch an die eigene Kindheit erinnern.

Um 17:30 Uhr trafen wir uns dann wieder am Bus und traten die Rückreise an.

Wir hoffen, dass der Ausflug allen Teilnehmern gefallen hat.

Ein ganz besonderer Dank geht an unseren 1. Vorsitzenden Gerhard Schmitt, der diese Fahrt organisierte und natürlich an unseren Stadtführer Hans-Willi Schmitz, der uns viele Informationen über Köln lieferte.

Jürgen Sanne, Verkehrs- und Verschönerungsverein Annelsbach

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