Naturkundliche Frühjahrswanderung unter Leitung von Theo Groh

Am 5. Mai 2007 startete um 18:00 Uhr am Dalles eine sehr interessante Wanderung unter der Führung von Theo Groh, unserem bereits bekannten Natur- und Pflanzenliebhaber, der sich schon seit seiner Kindheit für die faszinierende Natur interessierte.

Die Strecke der Wanderung vom 5.5.2007
Die Strecke der Wanderung vom 5.5.2007

Zirka 14 Interessierte fanden sich dazu am Annelsbacher Dalles ein, um bei der naturkundlichen Wanderung dabei zu sein. Gerhard Schmitt, 1. Vorsitzender des Verkehrs- und Verschönerungsvereins begrüßte die Teilnehmer, wünschte allen viel Freude bei dieser Wanderung und übergab das Wort an den Naturliebhaber und Pflanzenexperten Theo Groh, der die Gruppe führte. Diese Mal startete er die naturkundliche Wanderung unter dem Aspekt Pflanzen und Geologie und erläuterte auch, dass in Annelsbach zum Beispiel sowohl Sandstein, als auch Granit zu finden ist. Diese unterschiedliche Beschaffenheit der Böden bedingt auch andere Lebensbedingungen für die Pflanzen.

Die schwarze Teufelskralle
Die schwarze Teufelskralle (Phyteuma nigrum)

Die Wanderung ging zunächst entlang der Kreisstraße hinauf in den Wald. Unterwegs zeigte uns Herr Groh immer wieder die verschiedensten Planzen am Rande des Weges, verriet die Besonderheiten der Namen, die auch Rückschlüsse auf die Herkunft zuließen. An der Abzweigung zur Landesstraße (Richtung Südwesten) stiegen wir südlich hinauf in das Waldstück zwischen Landes- und Kreisstraße. Hier zeigte uns Theo Groh einige sogenannte Zeigerpflanzen, das sind Pflanzen, die auf Grund ihrer geringen Toleranz bzgl. ihrer Lebensbedingungen verlässliche Hinweise auf die Bodenbeschaffenheit geben. Hier fanden wir neben anderen Pflanzen auch die schwarze Teufelskralle (Phyteuma nigrum), die z.B. mäßig nährstoffreichen, kalkarmen Lehmboden anzeigt. Nähere Infos dazu siehe auch bei Wikipedia.

Nach diesem Abstecher durch den Wald mit seinem weichen Waldboden mit viel Laub ging es wieder hinab auf die Straße. Hier wanderten wir die Kreisstraße nach Annelsbach wieder ein kurzes Stück entlang bis zur Wiese mit dem herrlichen Blick über Annelsbach.

Der echte Wurmfarn
Die Wandergruppe auf der Wiese am Nordhang

Entlang des Wiesenrandes wurden die dort wachsenden Pflanzen erforscht. Die Route ging weiter hinab bis auf den alten Annelsbacher Weg, auf dem wir dann in Richtung Höchst bis zur Abzweigung im Wald wanderten und dort wieder viele Pflanzen am Waldrand unter die Lupe nahmen. Wir konnten zum Beispiel den echten Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) sehen, der sich zu dieser Zeit gerade ausrollte. Kaum zu glauben, dass die Wedel des Wurmfarns bis zu 1,5 Metern lang werden können.

Der echte Wurmfarn
Der echte Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)

Durch die vielen kleinen Geschichten um die einzelnen Pflanzen, aber auch durch die Zusammenhänge zwischen Geologie und Botanik blieb es wieder einmal bis zum Schluss spannend und die Zeit verging wie im Fluge.

Herr Groh hat uns mit dieser Wanderung einen sehr schönen Einblick in die faszinierende Welt der Pflanzen gegeben, der auch zum Nachdenken anregt. Denn eigentlich hat jede Pflanze ihren Reiz und verdient entsprechende Achtung und Anerkennung. Im Alltagstrott sehen wir oft über die wunderschönen Reize der Natur hinweg. Er hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, diese Schönheit mit offenen Augen bewusst wahrzunehmen.

Wir danken Herrn Groh für diese schönen Einblicke und hoffen natürlich, eine solche Wanderung wiederholen zu können.

Jürgen Sanne, Verkehrs- und Verschönerungsverein Annelsbach

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